Gartenmauer mit Dekofenster

Nach dem Bau unserer Garage blieb zwischen dem Weidenzaun (den man links erkennt) und der auf dem Bild noch unverputzten Garage rechts eine kleine Dreckecke. Den Zaun hatte ich absichtlich nicht bis an die Garage laufen lassen, da die Mauer des Nachbarn aufgrund des Höhenunterschiedes der Grundstücke höher liegt und das irgendwie abgefangen werden musste. Mit dem Bau der Garage hatte ich dort wo der Pflanztopf steht, schon ein Betonfundament gegossen. Hier musste eine stabile Gartenmauer hin. Damit diese später nicht zu klotzig wirkt, sollte ein Dekofenster integriert werden. Wie meistens der Fall, bin ich ohne wirklichen Plan an die Sache ran gegangen und habe die Details erst während dem Bau entwickelt.

Die Mauer wurde aus 24er Beton-Schalungssteinen hergestellt. Diese Steine wurden mit Beton verfüllt und mit Eisenbewährung verstärkt. Im Bereich des zukünftigen Fensters wurden 17,5er Steine benutzt. Da mit beiden Steintypen immer im Versatz gemauert wurde (damit die Mauer auch von der Rückseite ein einheitliches Bild abgibt), musste an der Vorderseite für die Betonfüllung etwas geschalt werden, da ja in jeder zweiten Reihe ein halber Stein fehlte. Ich habe davon leider kein Bild gemacht. In der obersten Reihe des Fensterauschnittes habe ich Platz für einen alten Eichenbalken als Fenstersturz gelassen. Diesen Balken habe ich dann eingemörtelt und mit einer Schraube fixiert.

Die Betonmauer inkl. der „Fensteraussparung“ habe ich anschließend mit Knauf SM700 und Gewebenetz verputzt. Obenauf liegen Mauerabschlusssteine die an der Vorderkante mindestens 7 cm Überstand haben da die Verblender ca 3-4 cm dick sind.

Auf die verputzte Wand wurden dann Verblender von Pietre d’Arredo vom Typ „Sakar“ geklebt. Der Spezialkleber zur Befestigung dieser Steine klebte wie Hölle und wahrscheinlich hätte ich mir das Verputzen der Mauer sparen können da der Kleber auch auf Beton hält.

Als Fensterbank und Fensterrahmen kommen ein dickes Eichenbrett mit schöner abgerundeter Kante und zwei kleinere Eichenbalken zum Einsatz. Die Farbunterschiede werden sich in den nächsten Monaten/Jahren noch angleichen. Es stört mich aber auch nicht.

Das Dekofenster habe ich aus Fichtelatten zusammen gebaut und in einem kräftigen blau gestrichen. Auf der Rückseite ist eine Nut zur Aufnahme der beiden Spiegel (linkes und rechts). Die beiden kleinen horizontalen Leisten sind nur auf den Spiegel gesetzt.

Weil wir zufällig noch bei Ikea waren, gab es noch einen kleinen Knauf für das Fenster und ein Bistrotisch mit zwei Stühlen. Fertig ist die vorher unschöne Ecke.

 

Gruß

Chris

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